SVB mit: S. Zineker – M. Füssel - Th. Pilz, St. Reichelt, E. Neubert (77. F. Black), R. Schwab, A. Rödel, Ph. Ruderisch, K. Ullmann – E. Groh, C. Grimm
Tore: 0:1 A. Rödel (69.)
SR : Siegfried Jahn (SG Kürbitz)
Nichts für schwache Nerven
Auch für ,,dreckige‘‘ Siege gibt es drei Punkte. Ein starker S. Zineker, unvermögende Gastgeber und ordentlich Glück verhalfen unserer, an diesem Tag recht pomadig wirkender Mannschaft zum Auswärtssieg. Samstagspiele sind einfach nicht unser Ding. In einer nervös geführten Partie verbuchten wir die erste gute Möglichkeit. K. Ullmann, von A. Rödel geschickt, überläuft Lok’s Libero Liske, trifft aber nur das Außennetz (7.). Danach prägen viele Fehlpässe und Ballverluste das Spiel beider Team’s, wobei die Eisenbahner den aktiveren Part übernehmen und wir gelegentliche Konter fahren. Nach 18 Minuten kann unsere Abwehr überwunden werden, Lok’s Krohmer ist frei durch und wird von S. Zineker beim Rettungsversuch wohl leicht berührt und kommt zu Fall. Den anschließenden Elfmeter von Geyer pariert unser Keeper reaktionsschnell und verhindert so einen frühen Rückstand. Wer im Anschluss eine Initialzündung erwartete, sah sich getäuscht. Fehlende Spritzigkeit und Laufbereitschaft verhinderten allzu oft ein konstruktives Spiel. Erwähnenswert dennoch ein Freistoß von E. Groh der den Querbalken touchiert (26.) und eine erneute Rettungsaktion unseres Keepers beim Versuch eines Lok-Angreifers aus Nahdistanz (32.). Die Gastgeber spielten dominanter, machten aber aus den sich bietenden Gelegenheiten herzlich wenig.
Dies sollte
sich in Halbzeit zwei fortsetzen. Lok’s Müller leitet ein Freistoß von der Mittellinie per Kopf Richtung Tor, doch direkt in S. Zineker’s Arme (56.). Dann gute Möglichkeiten für uns. E. Groh wird zweimal rechts freigespielt, doch finden beide Versuche nicht das angestrebte Ziel (63+65.). Im Anschluss vergeben die Gastgeber kläglich (67.).
Zwei Minuten später ist E. Groh über rechts wieder auf und davon und passt nach innen. Der Ball kommt über Umwege zu A. Rödel, der abzieht und die Führung erzielt. Die Heimelf wird nun noch energischer und will mit Macht den Ausgleich. Unser Defensivverhalten ist weiterhin ungenügend. Oft den berühmten Schritt zu spät, werden unnötig Freistöße an unserer Strafraumgrenze produziert, die den Gastgebern nichts einbringen. Nach 79 Minuten rettet S. Zineker zunächst gegen den frei vor ihm auftauchenden Müller, eine Minute später per Fußabwehr vor einem einschussbereiten Lok-Angreifer. Uns ergaben sich einige Konterchancen, die entweder zu leichtfertig vergeben oder auch durch grauenhafte Abseitsanzeigen des ,,geprüften‘‘ Assistenten ihr Ende fanden. Schiri Jahn pfiff schließlich pünktlich ab und zumindest der strapazierte SVB Anhang war sichtlich froh darüber. Nächstes Mal wird es hoffentlich wieder besser, ist ja schließlich ein Sonntagspiel.
Wünschenswert
auch für unsere Reserve, die mit 0:7 unter die Räder kam. In Halbzeit eins konnte noch recht gut mitgehalten werden, doch im weiteren Verlauf unterliefen gegen die routinierten Gastgeber zu viele Fehler.
Frieder Schwab, 06.05.2012